Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit in Niedeck

Wir leben mit, von und für die Vielfalt der Natur. Im Laufe der Jahreszeiten, bei jedem Wind und Wetter. 1966 sind unsere Großeltern in Niedeck angekommen. Seitdem wirtschaften wir nachhaltig, damit in 10, 20 oder 100 Jahren wir und nachfolgende Generationen unseren Milchhof und das umliegende Land weiter als guten Lebensort erhalten und zur Schaffung hochwertiger Nahrungsmittel nutzen können. Dafür haben wir die Ziele:

  • in ökologischen Kreisläufen zu wirtschaften
  •  durch die Direktvermarktung Frische, Transparenz und kurze Transportwege zu schaffen
  • den direkten Kontakt zum Kunden zu ermöglichen; sowohl vor Ort auf dem Milchhof als auch über Facebook und Instagram Einblicke zu geben
  • eine artgerechte Tierhaltung zu ermöglichen und damit die Kühe möglichst alt werden lassen
  • durch Mehrweg die Umwelt zu schonen
  • die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern

Detailliert erklärt sieht ein ökologischer Kreislauf bei uns folgendermaßen aus: Das nach dem Dreschen des Getreides übrigbleibende Stroh wird zum Einstreuen der Freilaufställe genutzt. Der in den Ställen entstehende Festmist wird zusammen mit dem Flüssigmist in die Biogasanlage befördert, in der durch Erwärmung Methan entsteht, welches in einem Belarus und einem MAN Motor zu Strom umgewandelt wird. Ganz nebenbei wird durch die Abwärme der Motoren das Wohnhaus, der Melkstand und die Käsekessel geheizt. So können aus den Reststoffen Strom für unseren Milchhof und etwa 300 Haushalte erzeugt werden. Zusätzlich entsteht in der Biogasanlage hochwertiger Dünger für unsere Felder und Wiesen, damit die Pflanzen wieder aufs Neue wachsen, gedeihen und der öko-logische Kreislauf von Neuem beginnen kann.

Wir vermarkten unsere handwerklich hergestellten Milchprodukte ausschließlich in der Region, das ermöglicht kurze Transportwege und somit auch weniger Emissionen, im Vergleich zu den Großmolkereien, die die Milch mehrere hundert Kilometer fahren müssen. Gleichzeitig schafft diese regionale Vermarktung auch Transparenz, da jeder Kunde beispielsweise beim Kauf eines Stück Käses in unserem Automaten einen Blick in den Kuhstall werfen kann. Zudem möchten wir auf unserer Facebook und Instagram Seite unser tägliches Hofleben sowie die handwerkliche Herstellung zeigen.

Artgerechte Tierhaltung bedeutet für uns, das vom Kalb bis zu Kuh, alle Tiere auf unserem Hof viel Licht, Luft frisches Wasser und hochwertiges Futter bekommen. Alle Tiere sind in Freilaufställen untergebracht und so gut es möglich ist, kommen die Kühe auf die Wiese. Hierfür wollen wir einen zusätzlichen Weg bauen, damit noch mehr Kühe auf die Weide können. 

Als wir die ersten Überlegungen bezüglich Verpackungen hatten, war uns schnell klar, Plastik wollen wir nicht. Für den Schnittkäse haben wir bisher noch keine bessere Lösung gefunden, aber bei Milch, Joghurt, Kefir und Quark setzen wir auf Mehrweg. Den Mehrweg schont unserer Meinung nach die Umwelt, auch da wir energie- und wassersparende Spülmaschinen von der Firma Winterhalter einsetzen. Für den Camembert haben wir mit der Faltschachtel aus Graspapier zudem eine Lösung gefunden, die gut aussieht und trotzdem biologisch abbaubar ist.

Artenvielfalt spielt auch für uns eine große Rolle. Seit dem Jahr 2008 engagieren wir uns für den Schutz der Rotmilanes und bauen in unserer getreidelastigen Gegend Luzerne sowie Kleegras an um ein Nahrungsangebot für den Rotmilan zu schaffen. Ein Fünftel der Rotmilan Flächen werden bis zum 30.6 eines Jahres nicht beweidet oder gemäht um einen zusätzlichen Platz für Bodenbrüter zu schaffen.

2018 wurden wir vom für unseren langjährigen und erfolgreichen Einsatz für den Rotmilan vom Bundesministerium für Umwelt und dem Bundesamt für Naturschutz gemeinsam mit den Niedersächsischen Landesforsten ausgezeichnet. Die Anzahl der Rotmilane hat sich in unserer Region nachweislich erhöht, was wir auch täglich auf unseren Feldern und Wiesen beobachten können.

Als Maßnahme für mehr Artenvielfalt und eine buntere Landschaft, haben wir auf zwei Feldern in Bischhausen Blühflächen angelegt, um damit ebenfalls  Rückzugsorte für Bodenbrüter wie das Rebhuhn und zusätzliche Bestäubungsplätze für Bienen zu gestalten.

Zudem werden auf den Flächen wo Getreide stand, Senf und Phacelia als Zwischenfrüchte über den Winter angebaut, was der Wasser- und Winderosion entgegenwirkt und dessen Bewuchs ebenfalls dem Rebhuhn als Schutz dient. 

Öko-logische Kreisläufe durch Kühe

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